Nadine Gonska (r) übergibt während der 4x400-Meter-Staffel auf Corinna Schwab. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Andrzej Grygiel/PAP/dpa)

Der Deutsche Leichtathletik-Verband ist auf jeden Fall mit drei Staffeln bei den Olympischen Spielen in Tokio am Start. Bei den World Athletics Relays im polnischen Chorzow haben sich die DLV-Quartette über 4×100-Meter der Männer und 4×400-Meter der Frauen qualifiziert.

Bereits bei der WM 2019 in Doha/Katar hatte die 4×100-Meter-Staffel der Frauen das Tokio-Ticket gebucht. Die Staffel-Ausscheidungen für die Spiele vom 23. Juli bis 8. August sind aber noch nicht abgeschlossen. Am 29. Juni endet der Kampf um die Startplätze.

Die deutsche 4×100-Meter-Staffel mit Michael Pohl (Wetzlar), Joshua Hartmann (Köln), Roy Schmidt und Marvin Schulte (beide Leipzig) patzte am Sonntag allerdings im Finale bei einem Wechsel und kam nicht ins Ziel. Allein die Teilnahme am Endkampf, die mit 38,70 Sekunden im Vorlauf gelang, reichte aber für die Olympia-Qualifikation.

In 3:33,0 Minuten schaffte es die 4×400-Meter-Staffel der Frauen mit Nadine Gonska (Mannheim), Corinna Schwab (Chemnitz), Karolina Pahlitzsch (Berlin) und Ruth Sophia Spelmeyer-Preuß (Oldenburg) im Finale nur auf den sechsten Platz. Im Vorlauf waren sie mit deutlich besseren 3:29,73 Minuten weitergekommen. Kuba siegte in 3:28,41 Minuten.

Zwei deutschen Staffeln gelangen zudem in nichtolympischen Disziplinen Siege: Bei der World-Athletics-Relay-Premiere der 4×110-Meter-Mixed-Pendelstaffel hatten sich die Hürdensprinter den Sieg in 56,53 Sekunden gesichert. Zudem war auch die 4×200-Meter-Staffel erfolgreich. In 1:22,43 Minuten sprinteten Steven Müller (Friedberg-Feuerbach), Felix Straub (Leipzig), Lucas Ansah-Peprah und Owen Ansah (beide Hamburg) mit deutlichen Vorsprung auf Kenia (1:24,26) ins Ziel. Die DLV-Staffeln über 4×400-Meter der Männer und die 4×400-Meter-Mixed-Staffel waren bereits in den Vorläufen ausgeschieden.