Der leitende Olympia-Arzt Prof. Dr. Bernd Wolfarth. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Michael Kappeler/dpa)

Die Olympischen Spiele in Tokio können in der Corona-Pandemie gelingen, wenn sich alle Teilnehmer an die strengen Hygiene-Vorgaben halten. Diese Meinung vertrat der deutsche Olympia-Arzt Bernd Wolfarth in einer Video-Gesprächsrunde der Deutschen Olympischen Gesellschaft in Berlin.

Der Erfolg der Spiele «steht und fällt mit den Konzepten», sagte Wolfarth. Turniere im Spitzen-Fußball oder die Handball-WM hätten gezeigt, dass es sehr wohl möglich ist, auch unter den komplizierten Bedingungen Großveranstaltungen sicher zu organisieren.

Caterina Granz, die Universiade-Siegerin 2019 über 1500 Meter, äußerte ihre Freude, dass die Spiele überhaupt stattfinden können. «Ich kenne keinen Athleten in meinem Umfeld, der nicht gern zu den Olympischen Spielen fahren würde», sagte die Berlinerin. Natürlich würden aus ihrer Sicht die Spiele in einer anderen Atmosphäre über die Bühne gehen als in der Vergangenheit. «Der Austausch zwischen den Nationen wird nicht wie bisher stattfinden können. Aber die Athleten werden einen Fokus finden, sich auf den Sport zu konzentrieren.»

Die Bedeutung Olympias für den Nachwuchssport in Deutschland unterstrich Bob Hanning, Vizepräsident des Deutschen Handball-Bundes. «Es wird keine Riesen-Euphorie wie vor voll besetzten Rängen geben. Aber Millionen, auch viele Kinder, gucken zu. Wir brauchen für sie Vorbilder. Deshalb ist es elementar wichtig, dass es Olympische Spiele gibt», sagte der Berliner. Er sei überzeugt, dass Verstöße gegen die Corona-Vorschriften hart sanktioniert würden, sagte er, aber: «Die Sportler wollen das Turnier. Das versauen sie sich nicht durch Missachtung der Regeln.»