Die Spieler der Grizzlys Wolfsburg feiern einen Treffer gegen Adler Mannheim. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Uwe Anspach/dpa)

Der neue deutsche Eishockeymeister wird ein Überraschungsteam. Die Eisbären Berlin und die Grizzlys Wolfsburg spielen vom 2. Mai an um die 100. Meisterschaft in Deutschland.

Nach dem EHC Red Bull München schied in den Adler Mannheim auch der zweite große Meisterschaftsfavorit der Deutschen Eishockey Liga aus. Im entscheidenden dritten Halbfinalspiel siegte überraschend Wolfsburg mit 2:1 (1:1, 0:0, 1:0) beim achtmaligen Meister Mannheim.

Spencer Machacek (14. Minute) und Max Görtz (57.) schossen das Team von Ex-Bundestrainer Pat Cortina in die vierte Finalserie der Club-Geschichte. Für den Titel reichte es für Wolfsburg bislang noch nie. Dafür setzten die Grizzlys ihre Serie in entscheidenden Playoff-Spielen fort. Wann immer Wolfsburg bislang in einen Serien-Showdown musste, siegte es. In Mannheim bereits zum fünften Mal. Die Adler hingegen verpassten die 15. Finalteilnahme um eine Meisterschaft. Das frühe Tor von Denis Reul (4.) war zu wenig für das Team des früheren Wolfsburger Trainers Pavel Gross.

Zuvor hatten die Eisbären durch ein 4:2 (0:0, 2:2, 2:0) gegen den ERC Ingolstadt das elfte Playoff-Finale der Clubgeschichte erreicht. «Ich freue mich riesig. Jetzt wollen wir natürlich auch noch zweimal gewinnen», sagte Berlins Nationalstürmer Marcel Noebels bei MagentaSport. Bis zum Titelgewinn spätestens am kommenden Freitag sind in dieser Spielzeit nur zwei Siege aus maximal drei Spielen notwendig. Das erste Finale steigt am 2. Mai (14.30 Uhr/MagentaSport) in Mannheim.

Erneut musste Berlin gegen Ingolstadt einige Widerstände überwinden und lag durch Treffer des früheren Berliners Louis-Marc Aubry (24. Minute) in doppelter Überzahl und Ryan Kuffner (28.) schon 0:2 zurück, ehe John Ramage (31.), Ryan McKiernan (37.) und Matthew White (50.) das Spiel drehten. Zwei Minuten vor dem Ende machte Giovanni Fiore (58.) alles klar. «Das ist absolut enttäuschend, aber so ist der Sport», sagte Ingolstadts Coach Doug Shedden, der mit seinem Team im Playoff-Viertelfinale noch überraschend den Mitfavoriten EHC Red Bull München ausgeschaltet hatte.

Wegen der aufgrund der Coronavirus-Pandemie stark verkürzten Saison werden die Playoffs nur im best-of-three- statt im best-of-seven-Modus gespielt. Dadurch sind nur zwei statt vier Siege zum Weiterkommen notwendig.