«Ich werde dem Wasserball nie verloren gehen. Wasserball ist mein Leben», sagt Hagen Stamm (M). (Urheber/Quelle/Verbreiter: Bernd Thissen/dpa)

Die große Ära des Mr. Wasserball Hagen Stamm endete mit einer Niederlage.

«Es war mir eine Ehre, zum Abschied noch einmal gegen einen so großen Gegner spielen zu dürfen. Aber jetzt ist es vorbei. Ich habe drei Enkelkinder und ein großes Unternehmen. Jetzt warten andere Aufgaben auf mich», sagte der Bundestrainer nach dem 8:22 gegen den Olympia-Zweiten Kroatien. In insgesamt anderthalb Jahrzehnten leitete Stamm in mehreren Amtszeiten die Nationalmannschaft.

Fünf Niederlagen in fünf Spielen lautet die Turnier-Bilanz von Rotterdam. Die Qualifikation für die Olympischen Spiele hatte sein Team dort frühzeitig verpasst. «Ich habe viel erlebt, um mich geht es da nicht. Aber es tut mir wahnsinnig leid für die Jungs», sagte der 60 Jahre alte Stamm. Letztmals waren deutsche Wasserballer in Peking 2008 bei Olympia vertreten.

Stamm, Olympia-Dritter von 1984, hatte das Tokio-Jahr als sein letztes im Bundestrainer-Amt anvisiert. Die prägendste Figur des deutschen Wasserballs in den vergangenen vier Jahrzehnten hätte sich dabei natürlich ein anderes Ende gewünscht. «Ich werde dem Wasserball nie verloren gehen. Wasserball ist mein Leben», versicherte Stamm. Präsident der Wasserfreunde Spandau 04 bleibt er in jedem Fall.