Seiko Hashimoto, Präsidentin des Organisationskomitees der Olympischen und Paralympischen Spiele (Tokio 2020). (Urheber/Quelle/Verbreiter: Nicolas Datiche/Pool Sipa/AP/dpa)

Alle Olympioniken sollen bei den Sommerspielen in Tokio täglich auf das Coronavirus getestet werden und müssen in einer «Bubble» bleiben – eine 14-tägige Quarantänepflicht nach der Einreise soll es dagegen nicht geben.

Diese Präzisierungen sollen laut Nachrichtenagentur AP Bestandteil des zweiten Playbooks für Athleten sein, das die Organisatoren und das Internationale Olympische Komitee (IOC) am 28. April veröffentlichen wollen. Playbooks mit Hinweisen für die Medien soll es am 30. April geben; die endgültigen Fassungen mit Grundregeln für alle Olympia-Teilnehmer sollen im Juni erscheinen.

Das erste Handbuch, das noch allgemeiner gehalten war, erschien Anfang Februar. In der zweiten Fassung werden die Bestimmungen und Vorschriften für Sportlerinnen und Sportler, ihre Delegationen sowie Helfer und Medienvertreter weiter präzisiert.

Die sogenannte Blase umfasse das Olympische Dorf an der Tokio-Bucht, die Wettkampfstätten und Trainingseinrichtungen. Da die Quarantäne entfällt, können die Sportler sofort nach der Ankunft mit dem Training beginnen. Athleten und alle Begleiter müssten allerdings 96 Stunden vor ihrer Abreise nach Tokio zweimal getestet sein; auch bei der Einreise in Japan ist ein Corona-Test vorgeschrieben, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf eine anonyme Quelle.

Die eigentlich für 2020 geplanten Spiele in Tokio waren wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben worden. Wegen der bedenklichen Corona-Lage in Japan und vielen anderen Ländern halten sich hartnäckige Zweifel, ob Olympia und Paralympics wirklich in diesem Sommer ausgetragen werden können. Das größte Sportereignis dieses Jahres soll am 23. Juli beginnen.