Michael "MegaBit" Bittner war in den vergangenen Jahren erfolgsverwöhnt. Nun kriselt es in der FIFA 21 Virtual Bundesliga: (Urheber/Quelle/Verbreiter: Christoph Soeder/dpa)

Tabellenkeller statt Titelkampf: Der amtierende deutsche FIFA-Meister von Werder Bremen belegt nach dem 20. Spieltag der Virtual Bundesliga Club Championship nur den zehnten Platz der Nord-West-Division. Es droht das vorzeitige Aus im Kampf um die Meisterschaft.

«Der Verlauf der bisherigen FIFA-Saison ist sicher die Gesamtheit vieler Kleinigkeiten, die bisher nicht optimal gepasst haben», sagte Dominik Kupilas, verantwortlich für das E-Sport-Team bei Werder Bremen, auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. «Und wie das häufig so ist, dann gelangt man in eine Negativspirale, aus der es nicht einfach ist, sich zu befreien.»

Nur sechs von 19 Partien konnte das um den in den vergangenen Jahren immer in der Spitze mitspielenden Michael «MegaBit» Bittner gewinnen. Statt wie vor der Saison angestrebt in der Tabellenspitze zu sein, muss das Team um die Teilnahme am Finalturnier zittern. Dafür müssten die Bremer am Ender der regulären Saison zumindest den sechsten Platz belegen, der noch zur Teilnahme an den Playoffs berechtigt. «So lange es die Möglichkeit gibt, mindestens den sechsten Platz zu erreichen, werden wir alles dafür tun», sagte Kupilas.

Bei noch sechs ausstehenden Spieltage trennen die Hansestädter jedoch bereits zwölf Punkte von diesem Minimalziel. Keine leichte Aufgabe, wie Kupilas zugab: «Das wird ein ganz hartes Stück arbeitet. Wir tun gut daran, uns jetzt voll und ganz auf uns und unsere Leistungen zu konzentrieren und nicht auf irgendwelche Tabellenplätze zu schauen.»

Die Gegner auf diesem Weg werden es dem Team nicht leicht machen. Mit Mönchengladbach (2. Platz), Köln (3. Platz) und Leverkusen (6. Platz) trifft das Team auf gleich drei Playoff-Konkurrenten in der Nord-West-Division der Virtual Bundesliga.