Liverpools Trainer Jürgen Klopp gibt sich kämpferisch. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Marton Monus/dpa)

Welttrainer Jürgen Klopp hat mit deutlichen Worten auf das Krisengerede rund um den englischen Fußball-Meister FC Liverpool und seine Person reagiert.

«Wir sind alle komplett davon überzeugt, dass wir zum einen die richtige Mannschaft haben und zum anderen den richtigen Trainer haben», sagte Klopp nach dem 2:0 (0:0) im Achtelfinal-Hinspiel gegen RB Leipzig in Budapest dem TV-Sender Sky.

Dass es erste Risse im Liverpooler Gefüge gibt, wies der Coach in aller Deutlichkeit zurück. «Das war ganz witzig letzte Woche aus dem Nichts: Ich soll nicht mit der Mannschaft heimgeflogen sein, und all so Sachen. Das ist alles Quatsch. Dafür gibt es nicht einmal Tendenzen», betonte Klopp und fügte hinzu: «Meine Trainerkarriere ist so verlaufen: Ich brocke mir die Probleme selbst ein und muss sie auch selber auslöffeln. Mir zahlt keiner eine Abfindung und sagt: ‚Geh nach Hause und es sollen andere machen‘. Ich muss das immer schön selber machen. Und so ist das dieses Mal auch. Und das wird auch so gemacht.»

Klopp ist mit Liverpool in der Premier League auf den sechsten Platz abgerutscht. Aus den letzten zehn Liga-Spielen gab es nur zwei Siege. Nach der Leicester-Pleite zuletzt waren in Liverpool gar Gerüchte aufgekommen, er denke über einen Rücktritt oder eine Auszeit nach. «Ich hatte schon bessere Zeiten, ganz bestimmt», sagte Klopp und meinte damit nicht nur den Fußball: «Sportlich finde ich nicht so schlimm, gesellschaftlich finde ich es schlimm und privat war es auch nicht gut. Das Sportliche ist zu regeln. Fußball-Probleme regelt man mit Fußball.» Der frühere Mainzer und Dortmunder Trainer musste zuletzt auch den Tod seiner Mutter verkraften.