Wieder keine Bundesliga? Nach dem Remis gegen den KSC schwinden beim HSV weiter die Aufstiegshoffnungen. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Christian Charisius/dpa)

Noch ein Jahr 2. Liga für den einstigen Dino? Nach dem fünften sieglosen Spiel in Serie schwindet auch beim Hamburger SV der Glaube an eine Rückkehr in die Fußball-Bundesliga.

«Wir brauchen nicht über Dinge zu reden, die sich nicht realisieren lassen, wenn man keine Fußballspiele gewinnt», sagte Trainer Daniel Thioune nach dem 1:1 gegen den Karlsruher SC. «Wir haben in den letzten Wochen sehr wenig gewonnen. Da brauchen wir uns nicht über irgendwelche Relegationsplätze zu unterhalten.»

Die Hamburger haben drei Spiele vor Saisonende fünf Punkte Rückstand auf einen direkten Aufstiegsplatz. Rechnerisch ist der direkte Aufstieg zwar noch möglich, doch als realistisch sieht das kaum jemand an. Selbst der Relegationsplatz, den der HSV derzeit einnimmt, ist in großer Gefahr. Nordrivale Holstein Kiel hat aufgrund der jüngsten Quarantäne-Pause drei Nachholspiele zu bestreiten und liegt lediglich zwei Punkte hinter dem HSV. «Natürlich muss man sich Sorgen machen», sagte Torhüter Sven Ulreich.

In der nächsten Partie muss der HSV am 10. Mai gegen den 1. FC Nürnberg antreten. Die Franken haben seit sieben Spielen nicht verloren (drei Siege, vier Remis). Thioune rät: «Als letzter Impuls ist vielleicht die Scheißegal-Mentalität etwas, das helfen kann.» Es folgen Spiele gegen den Tabellenvorletzten VfL Osnabrück und den Drittletzten Eintracht Braunschweig.