Gilt als Kenner des slowakischen Fußballs: Der mittelfränkische Unternehmer Peter Hammer trägt einen Schal des FC Nitra. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Nicolas Armer/dpa)

Die deutschen Investoren beim FC Nitra wollen den slowakischen Fußball-Erstligisten mittelfristig in den Europapokal führen.

Dies sei ein wichtiger Teil des Geschäftsmodells, um Erlöse aus Transfers zu erzielen, sagte Sportvorstand Peter Hammer der Deutschen Presse-Agentur. «Der Schlüssel zum Transfergeschäft ist der internationale Wettbewerb», sagte der 55-Jährige. «Die Investoren verprassen da kein Spielgeld. Das ist ein Geschäftsmodell.» Es sei zudem ein langfristig angelegtes Engagement.

Der slowakische Club war im Dezember von deutschen Investoren zu 67 Prozent übernommen worden. Diese hatten als Sportvorstand den fränkischen Autohändler Hammer eingesetzt, der einst Marek Mintal und Robert Vittek entdeckt hatte und als Kenner des slowakischen Fußballs gilt. Im Januar hatte der FC Nitra durch die Verpflichtung von acht deutschen Spielern Aufmerksamkeit erregt, darunter der einst als großes Talent gehandelte Sinan Kurt.

Hammer will in Nitra künftig statt auf deutsche Importe auf Talente aus dem eigenen Nachwuchs setzen. Als Vorbild nennt er dabei den niederländischen Top-Club Ajax Amsterdam, der regelmäßig hohe Transfererlöse mit selbst ausgebildeten Spielern erzielt. «Das Ziel ist es, in fünf Jahren ein Mini-Ajax in Osteuropa aufzubauen», sagte Hammer.