Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Fredrik von Erichsen/dpa)

Vor mit Spannung erwarteten geldpolitischen Signalen der US-Notenbank Fed hat der Dax zur Wochenmitte wieder die Marke von 15.300 Punkten in Angriff genommen.

Mit einem Plus von 0,43 Prozent rückte der Leitindex in der ersten Handelsstunde auf 15.300,43 Punkte vor. Die Quartalszahlen der Deutschen Bank überzeugten die Anleger. In der Vorwoche hatte der Dax mit 15.501 Punkten seinen bisherigen Höchststand erreicht.

Das Vorpreschen vor der US-Leitzinsentscheidung sei gleichwohl erstaunlich, nachdem in den USA und Asien die Investoren zuletzt eher an der Seitenlinie geblieben seien, sagte Marktexperte Andreas Lipkow von Comdirect. Es sei fraglich, ob die relative Stärke des Dax Bestand haben werde. Unter Marktteilnehmern gilt es als ausgemacht, dass die Notenbank Fed die Zügel locker lässt und keine Zinsänderung vornimmt.

Für den MDax der mittelgroßen deutschen Werte ging es am Mittwoch um 0,30 Prozent nach unten auf 32.958,02 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 notierte prozentual unverändert.

Die Aktien der Deutschen Bank gewannen nach einem starken ersten Quartal an der Dax-Spitze rund fünfeinhalb Prozent. Die Zahlen könnten sich mehr als sehen lassen, schrieb Marktanalyst Konstantin Oldenburger von CMC Markets. Mit den hohen Erträgen aus dem Investmentbanking gewinne die Bank die notwendige Zeit, um ausfallende Kredite abzufedern und in einer noch sehr langen Phase tiefer Zinsen wieder schneller aus der pandemiebedingten Delle herauszukommen.

Delivery Hero wurden ihrem Ruf als Pandemie-Krisengewinner einmal mehr gerecht. Nach Vorlage von Zahlen gewannen die Titel des Essenslieferdienstes gut vier Prozent. Nach einem guten Start in das laufende Geschäftsjahr verbreitete der Konzern Optimismus für 2021.

Im MDax verloren die Aktien des Batterienherstellers Varta nach einem negativen Pressebericht über die Airpod-Produktionspläne von Apple annähernd viereinhalb Prozent.

Kion gaben um 1,7 Prozent nach. Der Gabelstapler-Hersteller übertraf die Erwartungen der Analysten im ersten Quartal deutlich. Anleger nähmen nun aber Gewinne mit, auch weil der Konzern die Prognose für das laufende Jahr lediglich bestätigt habe, sagten Händler. Die Anteile des Sportartikelherstellers Puma SE sanken um zwei Prozent, ebenfalls nach Zahlen.