Leistete sich vier Bogeys in der ersten Masters-Runde: Golf-Veteran Bernhard Langer. (Urheber/Quelle/Verbreiter: Charlie Riedel/AP/dpa)

Die zunächst nur mäßig aussehende Auftaktrunde von Golf-Veteran Bernhard Langer beim 85. Masters in Augusta hat sich zum Ende von Tag eins als gar nicht so schlecht entpuppt.

Der 63-jährige Anhausener spielte am Donnerstag zum Start des traditionsreichen Major-Turniers auf dem Par-72-Platz nur eine 74er-Runde, kam damit aber auf den geteilten 30. Platz und lag vor Größen wie Phil Mickelson, Rory McIlroy und Bryson DeChamebeau sowie gleich auf mit Brooks Koepka und dem Weltranglistenersten sowie Vorjahressieger Dustin Johnson.

«Es war ein bisschen schwierig die letzten paar Tage. Ich habe ein bisschen Rückenprobleme gehabt und leichte Knieschmerzen. Aber es ging relativ gut heute», sagte Langer dem TV-Sender Sky. «Die Vorbereitung war für mich nicht optimal. Ich habe die letzten fünf Wochen sehr wenig Golf gespielt und konnte wenig trainieren. Aber ich freue mich jetzt auf den Rest der Saison.»

Langer leistete sich zwar auf vier Bahnen Schlagverluste und schaffte nur zwei Birdies, war damit aber in guter Gesellschaft an einem Tag mit schwierigen Bedingungen. Nur zwölf Spieler blieben unter Par, der Brite Justin Rose führt mit sieben unter Par und drei Schlägen Vorsprung vor dem zweiten Tag. Im Vorjahr hatte Langer, der Masters-Sieger von 1985 und 1993, einen Rekord aufgestellt, als er sich als ältester Golfprofi der Geschichte an der Magnolia Lane für das Wochenende qualifizieren konnte.

Langer schlägt zum 38. Mal auf dem Augusta National Golf Club ab. Dank seiner beiden Masters-Erfolge genießt er ein lebenslanges Startrecht bei dem mit 11,5 Millionen Dollar dotierten Major-Turnier im US-Bundesstaat Georgia. 2020 beendete Langer das Masters mit 17 Schlägen Rückstand auf Sieger Johnson auf einem respektablen 29. Rang.

Neben Langer sind keine weiteren deutschen Golfer in Augusta am Start. Der zweimalige Major-Sieger Martin Kaymer aus Mettmann hatte sich auch in diesem Jahr nicht für das Masters qualifizieren können. Auch Superstar und Publikumsliebling Tiger Woods fehlt. Der fünfmalige Masters-Champion aus den USA erholt sich derzeit von seinem heftigen Autounfall Ende Februar.